Abteilung für Radiologie

In der Abteilung für Radiologie, die in 2008 räumlich und apparativ modernisiert worden ist, stehen jetzt modernste Geräte der bildgebenden Diagnostik zur Verfügung.
So konnte im März 2009 der neue 32-zeilige Computertomograph (Multislice-CT) in Betrieb genommen werden. Der neue CT-Untersuchungsraum, der unmittelbar in der Nähe des Schockraumes der Notfallambulanz liegt, erschließt sich über zwei Zugänge. Für Notfallpatienten besteht ein direkter Zugang vom Schockraum der Notfallambulanz zum CT-Untersuchungsraum. So können Schwerverletzte ohne Zeitverlust untersucht und behandelt werden. Alle anderen Patienten gelangen über eine Wartezone, die zwischen der Röntgenabteilung und der Unfallambulanz liegt, zum CT.
Im Juli 2008 wurde der neue 1,5 Tesla Magnetresonanztomograph (MRT) in Betrieb genommen. Während der Umbauphase wurden die Patienten in einem mobilen MRT in einem LKW, der sich vor der Liegendanfahrt befand, untersucht. Zugang und LKW waren eingehaust, um die Patienten auch bei schlechtem Wetter möglichst komfortabel zu untersuchen.
Mitte 2008 wurde in den Räumen des alten CTs ein neuer Demonstrationsraum, ein Sonografieraum und die neue Röntgenanmeldung gebaut. Damit liegt die neue Anmeldung der Radiologie jetzt zentral in der Abteilung.
Mit Abschluss der Modernisierung verfügt die Radiologie des BUKH nun über folgende diagnostische Möglichkeiten:

Digitale Projektionsradiographie

Röntgenaufnahmen (gleichbedeutend mit Projektionsradiographie) des Thorax sowie des Skeletts stellen die Basis der Diagnostik in der Radiologie dar und werden an 4 digitalen Flachdetektoren (Philips) durchgeführt.
Diese Röntgenaufnahmen sind schnell verfügbar, kostengünstig und wenig strahlenbelastend. Über ein angeschlossenes Netzwerk können die Bilder an jedem PC des BUKH von autorisierten Personen betrachtet werden.
Aufnahmen der Thoraxorgane dienen in der Regel zur Beurteilung des Herzens, der Lunge, des Rippenfells und der Zwerchfelle, Aufnahmen der Knochen und Gelenke zur Beurteilung von Verletzungen und deren Folgen, Verschleißerkrankungen und gut- oder bösartigen Neubildungen.
Darüber hinaus werden Röntgenaufnahmen der ableitenden Harnwege nach intravenöser Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel (unter ärztlicher Aufsicht und nach ausführlicher Erhebung der Anamnese und Aufklärung über eventuelle Risiken) durchgeführt, um krankhafte Veränderungen der Harnwege und der Nieren aufzuspüren.
Die ausnahmslos standardisierten Untersuchungsverfahren unterliegen einer ständigen internen und externen Qualitätskontrolle, um bei optimaler Bildqualität eine möglichst geringe Strahlenbelastung zu verursachen.

Computertomographie

Mit dem neuen 32-zeiligen Multislice-CT von Toshiba, auch Spiral-CT genannt, können in kürzester Zeit sämtliche Körperabschnitte einschließlich der Extremitäten mit nachfolgenden zwei- und dreidimensionalen Reformationen untersucht werden. Das CT steht in unmittelbarer Nähe des Schockraumes der Unfallambulanz mit einem direkten Zugang dorthin, so dass Schwerverletzte ohne Zeitverzug untersucht und behandelt werden können. Die MSL-CT eignet sich sehr gut für die Darstellung frischer Verletzungen und Blutungen von Weichteilen und Knochen. Auch Blutgefässe lassen sich nach Kontrastmittelgabe über eine Vene hervorragend darstellen und Bronchien oder Darm können nach entsprechender Vorbereitung virtuell von innen betrachtet werden. Für einige Untersuchungen muss jodhaltiges Kontrastmittel in eine Vene gespritzt werden. Die Computertomographie basiert im Gegensatz zur Magnetresonanztomographie auf Röntgenstrahlung.

Kernspintomograf

Kernspintomograf

Magnetresonanztomographie

Mit dem neuen 1,5 Tesla MRT-Gerät von Philips kann den Patienten größtmöglicher Komfort angeboten werden, da das Gerät mit einer Stereo-Musikanlage sowie einer individuell in allen Farbtönen einstellbaren Raumbeleuchtung ausgestattet ist.
Der MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlung und ist besonders geeignet zur Darstellung des Gehirns und Nervensystems, der Weichteile, der Wirbelsäule und der Bandscheiben, aller Gelenke und auch des Brust- und Bauchraumes. Besonders gut lassen sich frische Knochenprellungen darstellen, da das hierbei eingelagerte Wasser im Knochen mit der MRT besonders gut erkennbar ist. Blutabbauprodukte im Gehirn lassen sich mit der MRT, wenige Stunden nach einer Blutung oder Verletzung, sehr sensitiv darstellen. Funktionsuntersuchungen von Gelenken oder Wirbelsäulenabschnitten liefern wichtige Befunde.

Ultraschall

In dem neuen Raum werden alle Sonographien, Echosonographien des Herzens – in Zusammenarbeit mit der Inneren Abteilung, Gelenk- und Gefäßsonographien sowie Punktionen von krankhaften Flüssigkeitsansammlungen durchgeführt.

Infiltrationen

In Zusammenarbeit mit dem Neurotraumatologischen Zentrum und dem Zentrum für Rehabilitationsmedizin werden in der Radiologischen Abteilung Durchleuchtungs- und CT- gestützte Infiltrationsbehandlungen bei schwerwiegenden Schmerzzuständen durchgeführt. Bei diesen Verfahren werden unter sterilen Bedingungen schmerz- und entzündungshemmende Medikamente direkt an den Schmerzpunkt, z. B. an der Wirbelsäule oder den Sakroiliacalgelenken, injiziert und führen zu einem raschen und nachhaltigen Rückgang der Schmerzen.
Auch werden diagnostisch-therapeutische Infiltrationsbehandlungen beispielsweise bei Hüfterkrankungen angeboten.

Service und Beratung

Die Mitarbeiter der Radiologie verstehen sich als Dienstleister für ihre Patienten und deren behandelnden Ärzte und Therapeuten. Die Wahl geeigneter Untersuchungsverfahren unter besonderer Berücksichtigung des Strahlenschutzes und das Stellen der gesetzlich vorgeschriebenen Rechtfertigenden Indikation vor jeder Untersuchung mit Röntgenstrahlen ist die Voraussetzung für eine optimale und für jeden Patienten individuelle Diagnostik.
Zu den umfangreichen Serviceleistungen der Abteilung gehört das Sichten und Beurteilen von mitgebrachten Aufnahmen – zunehmend in Form von CDs – und die Beratung der zuweisenden Ärzte hinsichtlich der weiterführenden Diagnostik.
Im Rahmen des Reha-Managements bietet die Abteilung für diagnostische Radiologie den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherungen Beratung für alle Fragen radiologischer Aspekte rund um das Heilverfahren einschließlich der Begutachtung an. Dieser Service ist jederzeit und kurzfristig möglich und Fragen werden umgehend beantwortet. Auch die Beratung und Begutachtung für private Unfallversicherungsträger gehört zu den Aufgaben der Abteilung.